SCHLUSSFOLGERUNGEN
DES INTERNATIONALEN
KONGRESSES DER EHRENAMTLICHEN ARBEIT (NÄCHSTENHILFE).
„Nächstenliebe
(Karitas) und Ehrenamtliche Arbeit im III. Jahrtausend.“
Murcia, Spanien
Der Kongress, der während dreier Tage stattfand, wurde von
der Katholischen Universität San Antonio (UCAM) und dem Päpstlichen Rat Cor
Unum zur menschlichen und christlichen Promotion organisiert.
Es war eines der wichtigsten Ereignisse der letzten Zeit zur
Förderung der Ehrenamtliche Arbeit und
Nächstenliebe und der Bekennung, niemals genug akzentuiert (da es nicht zu
diesem Zweck genannt wird), zum Sozialkaritativen Werk der Kirche, welches sie
in den fünf Kontinenten der Erde realisiert.
An diesem Kongress haben sich in der direkten Assistenz, wie
in der stark besuchten Abschlusskonferenz mit den Ehrenamtlich Arbeitenden der
“Hospitalidad de Lourdes“, wie auch durch die Nutzung der modernsten
Techniken, tausende Personen beteiligt.
Die Direktübertragung im Internet führte ca. 600 Personen
aus Spanien, Italien, Mexiko, Kolumbien, Costa Rica, USA, Argentinien, Peru und
der Dominikanischen Republik zusammen. Hinzuzählen muss man die Beiträge und
Beglückwünschungen aus aller Welt, die mittels Email gesandt wurden.
Der Präsident der UCAM, José Luis Mendoza, hat die ersten
Auswirkungen des Kongresses in einer wirtschaftlichen Hilfe, der “Fundación San
Antonio”, für Argentinien und dem Projekt eines Waisenhauses, für bedürftige
Kinder in einem orthodoxem Land, in Zusammenarbeit mit Cor Unum angekündigt.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Deshalb ist es nicht
unverständlich, wenn man zeitweise den höheren Wert des Tuns nicht sieht, die
Zweifel über ihren Wert beginnen und
sich die anfängliche Illusion verflüchtigt.
Die Sinntiefe des
Handelns ist die Grundlage der Christlichen Ehrenamtlichen Arbeit und ihre
wesentliche Stärke. Der Gläubige weiß, dass er mit seinen Worten und seinem
Zeugnis die rettende Präsenz der göttlichen Liebe demonstriert.
Uns wurde in
Erinnerung gerufen, dass die ersten Christlichen Gemeinschaften ihre Arbeit
nicht in erster Linie zur Umformung der sozialen Strukturen, sondern für eine
noch größere Kraft eingesetzt haben: Die Kraft, die aus dem Evangelium
ausströmt, und sich in der Sicht der Anderen, der Nächstenliebe manifestiert.
In gleicher Weise
haben wir andere Aktivitäten und Institutionen kennengelernt, welche durch die
gleiche Kraft geleitet werden und in jedem Moment ihrer Tätigkeit in einer
konkreten Art und Weise dazu beigetragen haben, dass das Angesicht Gottes, des
Erlösers der Menschen, sich in der Armen und Leidenden widerspiegelt und in der
Liebe und Anerkennung der menschlichen Wesen zu sehen ist.
7. Die Nächstenliebe
ist die Liebe des Gebens, welche eine Spiegelung der Kraft der göttlichen Liebe
ist. Die Väter der Kirche haben sie als verrückte Liebe bezeichnet, da sie gibt
ohne irgendetwas als Ausgleich zu verlangen. Aus diesem Grund ist die
Nächstenliebe viel größer als die Solidarität, ohne die große Bedeutung dieses
Wertes schmälern zu wollen. Die Nächstenliebe
gibt der Solidarität Sinn und heiligt sie in durch die charismatische
Ausfüllung des Geistes. Die Nächstenliebe dehnt die Solidarität aus, hinaus
über die bloße Notwendigkeit und über die konkrete Hilfe. Die Nächstenliebe
gründet persönliche Bindungen, sie umgibt den Menschen und ändert ihn. Sie
verbindet die Aktionen, Personen und Gott. Im Brief, den Papst Johannes Paul II
am fünften Dezember (dem Tag der Ehrenamtlichen Arbeit) an die ehrenamtlich
Arbeitenden in aller Welt gesandt hat, können wir die folgenden Wort lesen:
Durch die Liebe zu Gott und die Liebe des Menschen befreit die Christenheit all
ihre Kraft. Die Nächstenliebe ist der sprechende Beweis des Evangeliums, da sie
in Antwort auf die körperliche Notwendigkeit, die Liebe Gottes zeigt, der als
aufmerksamer Vater immer besorgt um jeden einzelnen ist. Es geht nicht nur
darum die konkreten materiellen Notwendigkeiten der Leidenden zu erfüllen,
sondern sie persönlich die Liebe Gottes erleben zu lassen. Durch die
Ehrenamtliche Arbeit wird der Christ zum Zeugen der göttlichen Liebe: Er
verkündet sie und macht sie fühlbar in jedem Moment, in der gleichen
Weise, in der er sie selbst erlebt. Wir dürfen jedoch auch nicht vergessen,
dass die Handlung der Nächstenliebe in einem konkreten Moment stattfindet,
unter ganz konkreten Umständen, Möglichkeiten und sozialen Rahmenbedingungen.
Daher ist es notwendig, der Situation, in der sich die Ehrenamtliche Arbeit
entwickelt, besondere Aufmerksamkeit zu widmen. In diesem Zusammenhang muss
spezifisch dem Phänomen der Globalisierung, in Bezug auf ihre Natur und
Auswirkungen, Rechnung getragen werden.
UCAM.
Murcia, am 23. Februar 2002E